Studie: Femtocell-Technologie steht 2009 vor europaweitem Durchbruch
40 Prozent aller europäischen Mobilfunk- und Internetnutzer wollen in den kommenden zwölf Monaten Femtocell-Dienste in Anspruch nehmen
TAUNUSSTEIN, 23. Juni 2008 – Die Vorteile von Femtocells überzeugen viele europäische Nutzer und könnten bis 2009 für einen deutlichen Nachfrageschub sorgen. Das ergab eine europaweite Umfrage des Marktforschungsinstituts ABI Research im Auftrag von Motorola. So wollen 40 Prozent der Befragten in den kommenden zwölf Monaten die Technologie einführen. Besonders Vorzüge wie die höhere Mobilabdeckung in Innenräumen, eine verbesserte Anrufqualität und geringere Telefongebühren für Gespräche von zu Hause aus sind Gründe für das steigende Interesse der Verbraucher. Dennoch besteht bei über drei Vierteln der Umfrageteilnehmer noch Informationsbedarf über die Femtocell-Technologie.
Im Rahmen der Studie wurden über 1.800 Mobilfunk- und Internetnutzer in sechs Ländern befragt. Der europäische Vergleich zeigt, dass die meisten „Early Adopters“ der Femtocell-Technologie aus Polen kommen. Dort wollen 67 Prozent der Befragten einen entsprechenden Service nutzen. Dahinter folgen Spanien (62 Prozent), Italien (61 Prozent), Frankreich und Großbritannien (beide mit 34 Prozent) sowie Deutschland (33 Prozent).
Femtocells sind kleine UMTS-Basisstationen für private Haushalte. Damit können sich Verbraucher eigene UMTS-Netze zu Hause aufbauen und in Verbindung mit einem DSL-Anschluss über günstige Internettarife telefonieren. So werden nicht nur Telefonkosten reduziert und der Empfang verbessert. Mit Femtocell-fähigen Diensten lassen sich zudem maximale Datenübertragungsgeschwindigkeiten erreichen und die Rechnungsstellung vereinfachen. Zudem profitieren Verbraucher von einem nahtlosen Kommunikationserlebnis, wenn sie ohne Schwierigkeiten vom Mobilfunknetz in das von der Femtozelle bereitgestellte UMTS-Netz wechseln. Kunden können diese Leistungen bereits mit ihren vorhandenen 3G-Endgeräte nutzen.
Die Studie zeigt außerdem, dass Femtocells die traditionelle Telefonnutzung verändern werden. So wollen 41 Prozent der befragten polnischen Verbraucher ihre Mobiltelefone mit der Femtocell-Technologie künftig häufiger zu Hause nutzen. Ähnlich sahen dies auch die spanischen Teilnehmer (40 Prozent). Zudem werden Femtocells der Umfrage zufolge als ein weiteres Medium gesehen, welches von allen Familienmitgliedern genutzt wird. So waren 51 Prozent der Befragten außerordentlich oder sehr interessiert an einem Familienmodell für die Nutzung der Femtozelle.
Solange Femtocells nur von Dienstleistern mit lizensierten Bandbreiten betrieben werden dürfen, wollen 54 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Femtozelle von ihrem bisherigen Breitbandanbieter beziehen. Femtocells könnten somit das Portfolio vorhandener Breitbanddienste erweitern. Darüber hinaus war über ein Drittel der Befragten an einem gebündelten Kommunikationsdienst mit Femtozellen interessiert. Davon würden vor allem integrierte Netzbetreiber profitieren, die sowohl Mobilfunk- wie auch Breitbanddienste anbieten.
„Unsere Studie zeigt, dass vor allem die innovativen Funktionen und die Kostenvorteile von den Verbrauchern als schlagkräftige Argumente für die Femtocell-Technologie angesehen werden. Außerdem wollen die Verbraucher individuelle und anspruchsvolle Medienangebote nutzen“, sagt Joe Cozzolino, Corporate Vice President und General Manager, Motorola Home and Networks Mobility EMEA. „Als ein führender Anbieter von Femtocell-Lösungen erwartet Motorola, dass die Technologie zu einem wesentlichen Bestandteil der Kommunikations-Ausstattung zu Hause wird. So können Netzbetreiber mit optimierten Diensten und Anwendungen neue Kunden ansprechen und an sich binden sowie ihre Lieferkosten senken.“
Die verstärkte Nutzung vieler verschiedener Geräte im Heimbereich macht die große Bedeutung von „Plug and Play“ für die Benutzerfreundlichkeit umso deutlicher. Die Studie zeigt, dass Verbraucher eher Femtocells nutzen würden, wenn sie sich nicht um deren Konfiguration kümmern müssten. Dies unterstreicht die Wichtigkeit von selbstkonfigurierenden Femtocell-Funktionen in Kombination mit den Versorgungs- und Managementsystemen der Netzbetreiber. Da die Heimsysteme immer komplexer werden, erwarten Nutzer, dass die Ausrüstung sofort „Out-of-the-Box“ funktioniert.
Stuart Carlaw, Vice President für den Mobile-Wireless-Bereich bei ABI Research, erklärt: „Das Interesse an den Femtocells bezieht sich nicht nur auf die Bereitstellung von Sprachdiensten. Die Umfrage zeigt, dass die Femtocell-Technologie die Chance bietet, das Mobiltelefon in das Heimnetzwerkkonzept einzubinden und damit anspruchsvolle Multimedia- sowie Sprachdienste gleichermaßen zu nutzen. Anbieter und Netzbetreiber sollten diese Entwicklung so früh wie möglich erkennen, um passende Produkt- und Servicepakete zu schnüren.“
Motorola ist wegweisend bei der Entwicklung von durchgängigen Femtocell-Lösungen. Dazu gehört eine Reihe von Femtocell-Endgeräten, ein flexibler RAN Gateway, Management-Plattformen für Endgeräte und Netzwerke sowie ein umfassendes Portfolio von Diensten.
Durch die bewährte Technologie und Motorolas Erfahrung bei Konvergenzlösungen für Fest- und Mobilfunknetze sowie bei Breitband-Gateways für den Hausgebrauch erhalten Netzbetreiber eine Lösung, die ihre Anforderungen an die Produkteinführung mit niedrigem Risiko erfüllt. Zurzeit testet Motorola seine HSPA-Femtocell-Lösung mit mehreren europäischen Netzbetreibern, darunter Omnitel, Teil der TeliaSonoria Group, in Litauen.
Motorola ist Mitglied im Femto Forum, einer unabhängigen Branchenvereinigung, die die Femtocell-Entwicklung weltweit unterstützt. Weitere Informationen über die Femtocell-Lösungen von Motorola erhalten Sie unter www.motorola.com/femtocell.
Über Motorola
Motorola steht weltweit für Innovationen in der Kommunikation. Das Unternehmen entwickelt Technologien, Produkte und Dienstleistungen, um mobile Erlebnisse zu ermöglichen. Unsere Produktpalette reicht von Infrastruktureinrichtungen und Mobilfunklösungen für Geschäftskunden bis zu Digitalempfängern, Kabelmodems, Mobiltelefonen und Bluetooth-Zubehör. Motorola entwickelt die Kommunikationslösungen der nächsten Generation für Privatanwender, Geschäftskunden und Behörden. Als international führendes Fortune-100-Kommunikationsunternehmen erzielte Motorola 2007 einen Umsatz von 36,6 Milliarden US-Dollar.
In Deutschland ist das Unternehmen durch die Motorola GmbH präsent. Die Gesellschaft erzielte 2007 mit über 1.300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.
Bildmaterial und weitere Informationen des Unternehmens unter www.motorola.com/de.
Pressekontakt:
Motorola GmbH
Susanne Stier
Tel.: 0 61 28 - 70 32 27
Fax: 0 61 28 - 70 44 31
Susanne.Stier@motorola.com
www.motorola.com/de
MOTOROLA und das stilisierte M Logo sind beim US Patent & Trademark Office registriert. Alle anderen Produkt- oder Servicenamen verbleiben ebenfalls im Eigentum ihrer jeweiligen Besitzer.
© Motorola GmbH 2008. Alle Rechte vorbehalten.
mehr zu Motorola
zurück