Handystrahlung schadet der Gesundheit
Gesundheitliche Risiken bei Kinderhandys beachtenHandys sind auch bei Kindern verbreitet. Völlig zurecht, denn die Kleinen lernen so früh den Umgang damit. Spezielle Sicherheitsvorkehrungen und eine Beschränkung auf wichtige Funktionen helfen den Eltern dabei, die Kinder an einen maßvollen und sinnvollen Gebrauch des Handys heranzuführen. Ein lustiges Design und kindgerechte Spielereien gehören natürlich auch dazu.
Negative Nachrichten gibt es aber bezüglich des Gesundheitsrisikos. Herausgefunden hat dies unter anderem die Zeitschrift „Computer Bild“, die vor einigen Monaten Kinderhandys getestet hat. Das Ergebnis des Tests war niederschmetternd. Gefährliche Weichmacher in Kopfhörerstöpseln oder im Kunststoffgehäuse, Strahlungswerte, die über die Norm hinausgehen. Besonders „No-Name-Anbieter“ fielen durch. Negative Ergebnisse machten aber auch vor bekannten Marken nicht Halt.
Mit dem SAR-Wert haben sich die Hersteller auf ein Verfahren geeinigt, die Strahlung zu messen. Diese Größe ist die spezifische Absorptionsrate und Maß dafür, wie stark ein Handy bei maximaler Sendeleistung in einen menschlichen Kopf strahlt. Tiefpunkt des Tests der Fachzeitschrift war das „Cally A88“ von Asmetronic. Dieses Kinderhandy wies Strahlungswert auf, die über dem europäischen Grenzwert lagen. Mit zwei Watt/kg war der SAR-Wert eindeutig nicht mehr tragbar. Schadstoffarme Handys weisen einen Wert von unter 0,6 auf.
Handys mit niedrigen Strahlungswerten| Modell | SAR Wert |
| Samsung I8000 Omnia 2 | 0,168 |
| Samsung M8910 Pixon 12 | 0,265 |
| Nokia 6600i slide | 0,350 |
| Samsung B3410 | 0,354 |
| Vodafone 360 H1 | 0,410 |
| Sony Ericsson T303 | 0,440 |
| Nokia 3720 classic | 0,480 |
| Samsung S5230 Star | 0,531 |
| Sony Ericsson Xperia X1 | 0,570 |
Weichmacher fanden die Tester im „Wawa“ von Easy Great Technology, im „M01“ von Imaginarium und im „K2“ von Kandy Mobile. Mit diesen Handys kann das Telefonieren für Kinder zum Risiko werden. Gleiches gilt für das von Vodafone vertriebene „SGH-J700V“. Eine bessere Wahl ist dagegen der Testsieger. „Baby Contact“ von Senotech erreichte als einziges Kinderhandy kein mangelhaft. Das Handy verfügt über fünf Direktwahltasten und hat dafür keine Ziffertasten – für Kinder bis acht Jahre gut geeignet. Ältere Kinder halten sich dagegen an marktübliche Handys, die gegebenenfalls mit Jugendschutzfunktionen bereichert sind. Für diese Altersklasse ist das strahlungsarme Samsung S3030 eine Empfehlung.
Die Testergebisse sind ernüchternd. So praktisch und durchdacht die Geräte sind, dürfen insbesondere bei Kinderhandys gefährliche Stoffe und Strahlungswerte nicht unbeachtet bleiben. Hier sollten Eltern keine Kompromisse eingehen und vor dem Kauf eines Kinderhandys Handys vergleichen und sich umfassend über mögliche gesundheitliche Risiken informieren.